Dieser Text hängt mit dem Statement 'Militärdienst' zusammen
Eines der damaligen Argumente der Rechten war, dass Russland gefährlich sei und wir deswegen ein stehendes Heer benötigen. Nun – was hat sich geändert?
A: Russland sei nicht mehr gefährlich – Unsinn: Ein friedliches Land greift nicht seinen kleineren Nachbarn Ukraine an.
B: Die nun wesentlich extremer gewordene Rechte würde sich des Potenzials einer friedlichen Haltung bewusst? Nonsens: Sie provozieren, diffamieren, lügen (auch mit Fakenews), prügeln und suhlen
sich in der Angstatmosphäre, die sie schaffen. Sie haben sich in die andere Richtung bewegt als zur Friedfertigkeit.
C: Die Russen seien jetzt Freunde. In der White-Power-Bewegung, zusammengesetzt aus den rechtsextremsten Gruppen der weissen Welt, sind in Russland unbehelligte Aktivitäten zu beobachten und sie
erobern stetig mehr Machtpositionen. Da wollen unsere Rechtsextremen dabei sein – besser: sie sind bereits, und handeln in deren Interessen. Also ja: C trifft zu.
D: Wie C, aber mit vielschichtiger Absicht – alles unter dem Motto: Chaos schaffen, um eigene Macht auszubauen. Ja, D trifft auch zu; dazu werde ich auf meiner Website später noch
ausführen.
Fazit
Die extreme Rechte hilft gerne Russland und nimmt die Kriegsgefahr in Kauf. Es entsteht in jedem Fall Chaos. Sie geht davon aus, dass ihnen das hilft. Das sehe ich zumindest am Anfang auch so.
In Deutschland wurden im Jahr 2024 über 84 000 politisch motivierte Straftaten registriert — davon ca. 45 % durch rechtsextreme Täter, darunter Gewalttaten gegen Migranten und LGBTIQ+-Personen. Reuters
Der deutsche Inlandsgeheimdienst Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) klassifizierte im Mai 2025 die Partei Alternative für Deutschland (AfD) offiziell als „bestätigte rechtsextremistische Bestrebung“ – wegen rassistischer, migrationsfeindlicher und demokratiefeindlicher Aussagen und Aktivitäten. The Guardian+1
In Deutschland wurden fünf Teenager (14–18 Jahre) im Mai 2025 wegen Beteiligung an einer rechtsextremen Gruppe („Last Defense Wave“) verhaftet — sie planten Anschläge auf Migrantenunterkünfte und linke Infrastruktur. AP News
Ein Bericht vom Juni 2025 meldet einen Zuwachs von über 46 % bei rechtsextremen Straftaten in Deutschland im Jahr 2024 — auf ca. 57 700 Straftaten, davon eine steigende Zahl mit Gewalt. Anadolu Ajansı
Zur Rolle des Internets: Eine Studie stellte fest, dass rechtsextreme Diskurse in Online-Communitys automatisiert und massiv verbreitet werden – Manipulation, Fake News und
Propagandastrategien sind integraler Teil dieser Bewegungen. arXiv
SOVA Center – Monitoring-NGO zur Rassismus- und Extremismuslage in Russland
Dieses Forschungs- und Monitoring-zentrum liefert systematische Daten zur Entwicklung von Hass- und Extremismusstrukturen in Russland. Wikipedia+2ResearchGate+2
Beispiel: In der Studie „The Russian Far Right: A Changing Landscape of Spaces of Hate“ wird erheblich dokumentiert, wie neo-nazistische und white-supremacist Strömungen in Russland ab den 1990ern entstanden, eine Welle von Gewalt (2004-2009) verzeichneten und sich dann transformierten (z. B. Dienst als „raum der Haß-Ideologie“) statt offen in Massenmärschen. ResearchGate+1
Daraus ableitbar: Diese Strukturen existieren und haben historische Tiefe — das spricht gegen die Behauptung, sie seien marginal.
The Soufan Center – US-Think-Tank mit Analyse zu Russland und neo-nazistischen Gruppen
In einem Artikel vom Mai 2025 wird berichtet: „Russia’s Links to Neo-Nazi Terrorist Groups Demonstrates its Hybrid Warfare Toolkit“. Dabei wird ausgeführt, dass z. B. Mitglieder der US-weißen supremacist Organisation The Base angeblich von Russland bzw. russischer Infrastruktur unterstützt wurden. The Soufan Center
Kernpunkte: Russland bietet laut dem Bericht „safe haven“ für solche Gruppen, nutzt ihre Netzwerke (online, Propaganda, Rekrutierung) und setzt sie teils als Teil hybrider Kriegs- oder Einflussstrategie ein. Damit wird die Behauptung unterstützt, dass Russland nicht nur rezipient ist, sondern aktiv in weiß-supremacist bzw. extremistische Netzwerke eingebunden sein kann.
Kapitel „The extreme right fringe of Russian nationalism and the Ukraine conflict: the National-Socialist Initiative“ (z. B. bei Brill)
Dieser wissenschaftliche Beitrag untersucht, wie sich russische nationalistische Organisationen (teilweise mit white-supremacist Ausrichtung) in der Zeit der Ukraine-Krise transformiert haben: Von offenem militanten Nazismus hin zu organisierten Strukturen mit Einfluss und Loyalität zum Regime. Cambridge Core+1
Daraus folgt: Diese Bewegungen haben sich nicht aufgelöst, sondern fanden neue Wege — z. B. Kooperation mit staatlichen Strukturen oder Loyalitätsformen gegenüber dem russischen Staat.
Jahresreview „Annual Review 2024-2025“ des Estnischen KAPO (Sicherheitsbehörde)
Meldet einen Anstieg von „white supremacist-Ideologien“ im Bereich der rechtsextremen Szene in Russland und Estland. kapo.ee
Wichtig insofern, als es eine sehr aktuelle Quelle ist, die zeigt, dass das Phänomen weiterhin aktiv diskutiert und als wachsend betrachtet wird.
Bericht „Russia and the Far-Right: Insights from Ten European Countries“ (ICCT) April 2024
Dieser Report widmet ein Kapitel Russland und beschreibt, wie die extreme Rechte in Russland weiterhin Räume hat, sich zu vernetzen, Propaganda zu verbreiten und Einfluss auszuüben. icct.nl
Damit wird belegt: Russland ist nicht nur Opfer einer solchen Bewegung oder isoliert, sondern stellt ein aktives Umfeld dar.
Kommt noch. Ist sehr aufwendig da es zahlreiche Parallelen zu berücksichtigen gibt,
